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Auferstanden

AUFERSTANDEN

Aus dem Grab sinnloses SCHEITERN
Aus dem Dunkel enttäuschter HOFFNUNG
Aus dem Meer umsonst VERGOSSENER TRÄNEN
Aus der Tiefe ewiger TODESANGST

TRITT DU ANS LICHT

Als sinnerfüllende BEGLÜCKUNG
Als lichtvoll erfüllte HOFFNUNG
Als unendlich gegebener TROST
Als ewig geschenkte LEBENSFREUDE

FÜHRE UNS IN DEIN LICHT
und
IN DEINE AUFERSTEHUNG

Im Schatten der Angst

Im Schatten der Angst
Der Hoffnung trauen
im Nicht-Mehr und Noch-Nicht
zwischen gestern und morgen
das Heute bejahen
machtlos zulassen
dass ich nicht leisten muss
was ich nicht leisten kann
aufhören mir zu beweisen
dass ich es doch könnte

Grenzen spüren
und ihnen erlauben zu sein
ahnen, dass die Zerrissenheit
mich öffnet für Neues
der Angst vor Schwäche und Versagen
offen ins Auge sehen
die verheißungsvolle Zukunft
nicht mit Befürchtungen erschlagen

Schritt für Schritt
suchen und suchen
und weitergehen
mich von Gottes Zumutung
wandeln lassen
wachsen sein für Gottes alltägliches
Ich-bin-da-für-dich
Im Schatten der Angst
der Hoffnung trauen
und mich Tag für Tag entscheiden
fürs Leben

(Almut Haneberg)

Osterwunsch

Ich wünsche Dir Oasen der Gnade
zwischen den Unbarmherzigkeiten.

Ich wünsche Dir eine Hoffnung mit
festem Schuhwerk und unbestechlichen Augen.

Ich wünsche Dir auf dem Weg durch Dein Scheitern
Geduld und den österlichen Segen,
damit Verzweiflung zum Glauben reift.

Der Auferstandene segne Dich mit Hoffnung,
damit Dein Leben Dein Weg wird.

Der Dich Begleitende
sei in Deinen Träumen und Sehnsüchten,
damit du daraus leben kannst.

Der Dich meinende lege Geborgenheit und Wärme in Deine Angst,
damit Deine Geduld reifen kann.

Liebe zur Eucharistie - auch wenn man sie nicht feiern kann

Was machen Christen, wenn ihnen die Feier der Eucharistie, aus welchen Gründen auch immer, verwehrt ist? Es gibt in der Kirche eine religiöse Übung, Geistige Kommunion genannt, die wenig bekannt ist, aber in diesem Zusammenhang  wieder neue Bedeutung gewinnt.

Es gibt die Möglichkeit, sich an Christus, den Erhöhten Herrn der Kirche zu wenden, und ihm aus der Tiefe des Herzens heraus den Wunsch zu bekennen, ihn in der Eucharistie zu empfangen. Thomas von Aquin sagte es so: „Die Wirkung des Sakramentes kann von jemand erfahren werden, wenn er das Sakrament dem Verlangen nach hat, obgleich er es nicht in Wirklichkeit empfängt.“

Erzbischof Dr. Franz Lackner kommentierte dieses Wort so: „Wer geistig kommuniziert, begeht kein bloßes ‚Als-ob‘. Er empfängt wirklich die vom Sakrament der Eucharistie vermittelte Gnade. Mit dem Wunsch, den Leib Christi zu empfangen, ereignet sich echtes Kommunizieren der heiligen Speise und damit auch eine wahrhaftige Begegnung mit dem Herrn.“

Eine eindrückliche Bestätigung dieser Übung finden wir in der Eucharistiefrömmigkeit  des hl. Franziskus. Er betont zunächst, dass wir auch beim „gewöhnlichen“ Empfang der Eucharistie ein geistliches Schauen praktizieren müssen. „Es ist der Geist des Herrn, welcher in den Gläubigen wohnt, der den heiligsten Leib und das Blut des Herrn empfängt“ (Erm 1, 12).

So gesehen ist der Glaube als geistliches Schauen die Basis für das geistliche Empfangen des Sakramentes. Der Glaube an die reale Gegenwart des Leibes Christi in der Eucharistie wird vom selben Heiligen Geist bewirkt, der auch den Glauben an Christus als den Herrn, das heißt an seine wahre Gottheit schenkt: Denn keiner kann sagen: Jesus ist der HERR, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet. (1 Kor 12,3)

So bildet die„ geistliche Kommunion“ die Grundlage für jeden Empfang des Sakraments der Eucharistie. Sie ist keine „verdünnte“ oder „entmaterialisierte“ Form der eucharistischen Kommunion, sondern die einzige Möglichkeit, das Sakrament fruchtbar zu empfangen. Ein rein „materieller“ Empfang der Kommunion führt zum Gericht (1 Kor 11,29), weil dann der Leib Christi nicht als das geglaubt wird, was er in Wahrheit ist. Jede gläubige Kommunion ist deshalb eine „geistliche Kommunion.“

Von Bruder Leo, seinem treuen Gefährten ist ein Wort des Franziskus überliefert, das uns direkten Einblick gibt in die Art und Weise, wie er die geistliche Kommunion selbst praktiziert hat:

Wenn ich die Messe nicht höre,
dann bete ich den Leib Christi
mit den Augen des Geistes im Gebet an,
genauso wie ich ihn anbete,
wenn ich ihn inder Messe sehe.
(FQ 1513)

Mit den „Augen des Geistes“ kann er - sagt Franziskus - auch wenn er bei der Messe nicht anwesend sein kann, Christus in seinem Wort und in seiner Hingabe an uns in Brot und Wein „sehen“, und also eins sein mit ihm, genauso wie das im Sakrament geschieht.


Gekürzt aus:
P. Johannes Schneider OFM Salzburg, Schreiben vom 30. 4. zur „Geistigen Kommunion nach dem hl. Franz von Assisi“. Voller Text auf der Homepage des Salzburger Franziskanerklosters: franziskaner-salzburg.at

Hirtenwort zur Feier der Heiligen Woche

Hirtenwort von unserem Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl
Palmsonntag, 5. April 2020

Eine besondere Fastenzeit liegt hinter uns. Wir treten mit dem Palmsonntag ein in die große "Heilige Woche des Leidens, Sterbens und Auferstehens unseres Herrn". Diese Tage werden in diesem Jahr ihr besonderes Gepräge haben: vieles von dem, was "üblich" ist, ist uns genommen: so etwa gibt es keine öffentlichen Gottesdienste. Nicht genommen aber kann uns werden, dass wir aus dem Glauben an den Tod und die Auferstehung Jesu Christi gerade unter den aktuellen Umständen Kraft schöpfen und für unsere Welt Lebens-Hoffnung finden können. Viele sozialen Kontakte sind uns zurzeit genommen; nicht genommen kann uns werden, dass wir seelsorglich in vielfältiger Art und Weise für Sie da sind, und dass sich viele aus unserer Gemeinschaft ganz selbstverständlich, still und leise, in Organisationen wie der Caritas oder den Vinzi-Werken, im Krankenhaus- und Pflegebereich sowie weiteren Einrichtungen haupt- oder ehrenamtlich für andere einsetzen und ihnen zu leben helfen.

Als katholische Kirche in der Steiermark bemühen wir uns, mit Ihnen diese Tage zu feiern - in der ein oder anderen Zeitung haben Sie Handhaben erhalten, wie Sie diese Tage im Kreis Ihrer Lieben zu Hause begehen können. Feiern Sie die Tage in den Medien mit: viele Angebote sind mittlerweile bekannt und auf unserer diözesanen Internetseite unter www.katholische-kirche-steiermark.at abrufbar.

Ich weiß: das uns "Auferlegte" ist eine große Herausforderung - auch für mich. Das gelingt einmal leichter, einmal schwerer. Nehmen wir diese Herausforderung an! Gehen wir gemeinsam Schritt für Schritt mit alledem hinein in die heiligste Woche für uns Christen im Laufe des Jahres. Viel Gewohntes ist heuer nicht möglich - und gerade deswegen werden es besondere Tage werden.

Ich bin Ihnen, den vielen, die für die Gesellschaft und Kirche tätig sind, den Kranken und all jenen, die zu Hause sein müssen, im Gebet verbunden und bitte Sie darum, uns und unser Leben vor "Gott hinzuhalten"; darauf vertrauend, dass der auferstandene Jesus Christus immer mit uns ist.


ER segne und behüte Sie, Ihr

Wilhelm Krautwaschl,
Diözesanbischof

 

Download Hirtenwort Palmsonntag 2020

Verlautbarung

Maßnahmen gegen das Corona-Virus in der Seelsorge: Auf Grund der neuen Vorgaben für die Diözese Graz-Seckau gelten ab Montag, 16. März folgende Regelungen bis auf weiteres:

 

Es werden alle unsere Gottesdienste, Andachten, Anbetungen, sowie alle pfarrlichen Veranstaltungen abgesagt. Die Kirchen in unserer Diözese bleiben offen.

 

Wir haben ab 16. März neue Öffnungszeiten von Kirche und Kloster: Von 7.30 – 18.00 Uhr.

 

Gedächtnis des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Christi

Die Woche vor Ostern ist in allen christlichen Konfessionen dem Gedächtnis des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Christi gewidmet. Sie ist die Kernzeit der österlichen Passionszeit und für Christen und Christinnen die wichtigste Woche des Kirchenjahres.

Abendmahl. Kreuzestod und Auferstehung

„Kar“ stammt vom althochdeutschen Wort „chara“ oder „kara“ und bedeutet klagen, trauern. Schon aus dieser Übersetzung wird die Bedeutung dieser Woche verständlich. Abendmahl, Kreuzestod und Auferstehung Jesu gehören zusammen.

Bis zum 4. Jahrhundert feierte man in der Osternacht alle drei Ereignisse an einem einzigen Tag. Heute feiern wir die „drei österlichen Tage vom Leiden, Tod und Auferstehung des Herrn“.

AUFERSTEHUNGSFEST

Ein neuer Morgen ist uns verheißen
in dem die Nacht
der Verunsicherung und der Zweifel
erhellt wird durch unerwartete Lichtblicke

Eine neue Lebensqualität ist uns zugesagt
im alltäglichen Annehmen
der durch-kreuzten Hoffnungen
die uns daran erinnern
dass Leben immer auch verletzlich bleibt

Eine neue Solidarität ist uns versprochen
weil unsere verschlossenen Herzenstüren
von innen geöffnet werden
mit dem Segenswunsch:
FRIEDE SEI MIT EUCH

Ein neues Glück ereignet sich in uns
im Hinabsteigen in den Grund unserer Ängste
damit sie verwandelt werden
und unsere Schwächen zu Stärken werden

Ein Auferstehungsfest feiern wir:
wir stehen auf für den Frieden
halten einander die Hände
lassen uns durch dich
zum Tanz der Hoffnung bewegen.
(Pierre Stutz)

Osterwunsch

Ich wünsche uns Osteraugen,
die im Tod bis zum Leben,
in der Schuld bis zur Vergebung,
in der Trennung bis zur Einheit,
in den Wunden bis zur Herrlichkeit,
im Menschen bis zu Gott,
in Gott bis zum Menschen,
im Ich bis zum Du
zu sehen vermögen.
Und dazu alle österliche Kraft!

(Bischof Klaus Hemmerle)