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Home  >  Pfarrleben  >  Karwoche-Ostern

Ostergruß von der Franziskanerpfarre Mariä-Himmelfahrt

Christus ist wahrhaft auferstanden.
Halleluja

Du bist Licht –
so werde ich das Licht schauen.
Du bist Macht –
so werde ich Kraft haben für mein Leben.
Du bist Treue –
so werde ich nicht vergehen, sondern bleiben.
Du bist Liebe –
so kann ich Liebe verschenken.

Du bist mir um Ewigkeiten voraus,
so werde ich nicht irren,
sondern meinen Weg finden.

Ich liebe dich, Herr und Gott,
vor deiner Liebe beuge ich mich,
liebender Gott.
(nach Jörg Zink)


Darin liegt nichts Besonderes, zu glauben, dass Jesus gestorben ist;
das glauben auch die Heiden, die Juden und Sünder, das glauben alle...

Das Entscheidende für uns Christen ist,

AN DIE
AUFERSTEHUNG CHRISTI
ZU GLAUBEN!

(Hl. Augustinus)


EIN GESEGNETES UND GESUNDES OSTERFEST WÜNSCHEN
DIE FRANZISKANER UND DER PFARRGEMEINDERAT

Karwoche und Ostern im Franziskanerkloster

28. März 2021: Palmsonntag
Hl. Messen um 6:30, 9:30 und 11:30 Uhr (keine Messe um 20:00 Uhr)

09:30 Uhr Palmweihe am Franziskanerplatz, anschließend Prozession in die Kirche und Gottesdienst. Bei Schlechtwetter ist die Palmweihe im Kreuzgang.


Beichtmöglichkeiten in der Karwoche:
am Montag/Dienstag/Mittwoch: Beichtgelegenheit während der Gottesdienste

am Donnerstag/Freitag/Samstag:
von 9:00 bis 11:00 Uhr und von 15:30 bis 17:00 Uhr


Gründonnerstag, 1. April:
16 Uhr Hl. Messe vom Letzten Abendmahl, danach stille Ölbergandacht in der Antoniuskapelle

Karfreitag, 2. April
9 Uhr Kreuzwegandacht
16 Uhr Feier vom Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus

Karsamstag, 3. April
Speisensegnung um 8, 9, 10, 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr
Stille Anbetung beim Hl. Grab in der Antoniuskapelle den ganzen Tag.

19 Uhr: Feier der Osternacht mit der Feuerweihe im Kreuzhof, Kerzen mit Tropfschutz liegen bereit.
Musikalische Gestaltung durch Kantor, Orgel und Trompete


Ostersonntag  4. April 2021: Hochfest der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus.
Hl. Messen um 06:30, 9:30 Uhr und
11.30 Uhr Festgottesdienst: J. Haydn "Jugendmesse"
gestaltet von Solisten: Gertraud Santner (Sopran), Elisabeth Weber (Alt), Falk Witzurke (Tenor), István Szècsi (Bass)
und Streicherensemble unter der Leitung von Mag. Herbert Bolterauer

(Keine Vesper und 20 Uhr Messe aufgrund der Covid Schutzbestimmungen)

5. April 2021: Ostermontag
Hl. Messen um 06:30, 9:30 und 11:30 Uhr.
Um 20 Uhr keine Hl. Messe

In der Franziskanerkirche sind keine Zählkarten notwendig! Bitte beachten Sie auch weiterhin die Covid19-Schutzbestimmungen:
2m Abstand, FFP2 Maske Tragen auch während der Gottesdienste, Hände desinfizieren.

Änderungen vorbehalten

Gottesdienste online, in TV und Radio

Es gibt weiterhin viele Möglichkeiten, Gottesdienste von zuhause aus mitzufeiern.

Auf katholische-kirche-steiermark.at sind sämtliche Angebote zum Mitfeiern zusammengefasst. Klicken Sie hier

Die Krise meistern

Trotz Sterblichkeit und Ohnmacht siegt die Zuversicht - das Hirtenwort von Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl für Ostern 2021.

Schwestern und Brüder!

Zu Ostern feiern wir den Sieg des Lebens über den Tod. In schwierigen Zeiten zählt die Bedeutung dieses Festes mehr denn je, sind wir doch seit mehr als einem Jahr besonders herausgefordert und auch mit dem Tod konfrontiert. Gerade deswegen möchte ich allen danken, die sich in der Nachfolge unseres Herrn engagieren - trotz aller Sorgen und Probleme und der Einschränkungen, die wir erdulden. Einiges davon war aufs Erste nicht nachvollziehbar, aber im Blick auf unsere Nächsten wird vieles klarer. Dass wir alle mit unseren unterschiedlichen Biografien und Verantwortungen mitunter zu kurzsichtig gehandelt haben, wird vermutlich der Fall sein. Als Bischöfe haben wir das schon in unserem Hirtenwort zu Pfingsten 2020 eingestanden.

Ostern wird heuer in seinem umfassenden Sinn erfahrbar: mit der Endgültigkeit des Karfreitags, der Apathie des Karsamstags und dem Aufleben des Ostersonntags. Dennoch steht außer Frage, dass wir nur im bewusst gelebten Miteinander mit Gottes Hilfe diese Krise meistern werden.

Karfreitag

Im Karfreitag werden wir auf dramatische Weise mit der Sterblichkeit konfrontiert und mit dem (scheinbaren) Ausgeliefertsein an Umstände, die wir nicht beeinflussen können. Blickt man auf die Schlagzeilen des vergangenen Jahres, finden wir viele gesellschaftliche Karfreitagserfahrungen: Die Corona-Krise mit all ihren Auswirkungen auf das wirtschaftliche, soziale und persönliche Leben, die Verfolgung von Christen und Menschen anderer Religionen, die Schicksale geflüchteter Menschen in Europa, Hunger, Naturkatastrophen, der Klimawandel. Vieles rückt durch die Pandemie in den Hintergrund. Schwierige Erfahrungen zu leben und zu durchleben ist ein Aspekt von Ostern, ist ein Aspekt von Leben. Vielleicht mag das Wort aus Psalm 22, mit dem Jesus am Kreuz mit seinem Schicksal hadert, auch uns selbst zum Ausdruck der Perspektivenlosigkeit werden: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, bleibst fern meiner Rettung, den Worten meines Schreiens? Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; und bei Nacht, doch ich finde keine Ruhe." Zurückgeworfen zu sein auf sich selbst - das wurde und wird uns allen abverlangt. Das auszuhalten ist schwer, aber das alles durchaus auch klagend zu erfahren, macht uns einmal mehr menschlich.

Karsamstag

Zur Feier von Ostern gehört auch die Ohnmachtserfahrung, für die der Karsamstag sinnbildlich steht. In der Kluft zwischen Karfreitag und Ostern, zwischen dem scheinbaren Triumph des Todes über den Sohn Gottes, dem Scheitern aller Hoffnungen und dem Jubel von Ostern, dem Geschenk neuen Lebens durch Christi Auferstehung, fordert uns gerade der Karsamstag zum Aushalten heraus. Die Machtlosigkeit wird unerträglich - so wie Unmut, Verzweiflung, psychische und finanzielle Belastung im Heute. Doch wir dürfen darauf bauen, dass der Herr unser Gott auch die dunkelsten Erfahrungen, die einem Menschen begegnen können, selbst am eigenen Leib ausgehalten hat. Sich dagegen zu erheben und laut zu werden, mag verlockend sein. Aber ein Virus lässt sich so nicht vertreiben. Wir müssen uns eingestehen, dass es das Anstehen, das nicht weiter Wissen gibt. Halten wir Gott auch diese Erfahrungen und unser Klagen hin! Ostern kann es nicht ohne Karfreitag und Karsamstag werden. Immer wieder stellt sich die "Warum-Frage". Warum lässt Gott dies oder jenes zu? - Bleiben wir nicht stehen bei der Suche nach Ursachen, suchen wir vielmehr nach dem Sinn und dem Zweck, dem "Wieso?", das auch in dieser Frage steckt. Dann finden wir im Leiden und Sterben des Karfreitags und in der Leere des Karsamstags die Kraft, auszuschreiten und jene Hoffnung, die uns Christinnen und Christen zuinnerst trägt. Auch der Psalm 22 verharrt nicht Trostlosigkeit, denn gegen Ende heißt es: "Aufleben soll euer Herz für immer."

Ostersonntag

Wir alle sehnen uns nach einem Aufleben. Sei es ein gesellschaftliches, sei es das der Natur, sei es ein Aufleben von Beziehungen oder der eigenen Lebensfreude. Dafür steht der Ostersonntag, der Tag der Auferstehung, der Freude, eben des Auflebens. Diesen Wert des Auflebens und damit des Lebens in seiner Fülle hat uns die Pandemie so deutlich gezeigt. Sie hat uns gelehrt, das wertvolle Gut des Lebens hochzuhalten, nicht leichtfertig damit umzugehen - besonders am Lebensanfang und am Lebensende. Die Diskussion rund um den Schiedsspruch des Verfassungsgerichtshofs zum assistierten Suizid zeigt uns die Komplexität und Vielfalt der Fragestellungen rund um das Leben auf. Krankheit, Pflege, Hospiz und Palliativbetreuung bekommen in dieser herausfordernden Zeit eine neue und vertiefte Bedeutung. Ebenso wie der aufopfernde Einsatz jener, die sich in diesen uns fordernden Monaten für das Aufleben von anderen Menschen eingesetzt haben.

Der Einsatz für das Leben heißt auch, sich für bessere Lebensbedingungen von armen und benachteiligten Menschen in unserer Gesellschaft stark zu machen. So betonte Papst Franziskus etwa in seinem Schreiben zum diesjährigen Welttag der Kranken: "Eine Gesellschaft ist umso menschlicher, wie sie sich ihrer schwachen und leidenden Glieder anzunehmen vermag und wie sie dies aus dem Geist einer geschwisterlichen Liebe leisten kann. Streben wir nach diesem Ziel und machen wir es in einer Weise, dass keiner einsam zurückbleibt und keiner sich ausgeschlossen oder fallengelassen fühlt." Unser Papst wird auch nicht müde, von einer gerechten weltweiten Verteilung der Impfstoffe zum Bekämpfen der Pandemie zu sprechen. Und mit einem weltweiten Bildungspakt will er erreichen, dass sich alle, die in der Erziehung tätig sind, die jungen Menschen zu Geschwisterlichkeit heranbilden, damit Trennungen und Konflikte überwunden, Gastfreundschaft, Gerechtigkeit und Frieden gelebt werden. Der Einsatz für das Leben in seinem umfassenden Sinne ist ein klarer Auftrag für uns Christinnen und Christen. Ein Auftrag, den wir nicht allein bestreiten müssen, denn der Auferstandene geht mit: "Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt" (Mt 28, 20).

Wenn wir Ostern feiern und leben, dann feiern wir, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern neues Leben hervorbringt. Und dass es stets Hoffnung gibt. Voll Zuversicht miteinander voranzuschreiten - das wünsche ich mir für die Zukunft unserer Kirche in der Steiermark, für Österreich, ja für die ganze Welt. Ihnen wünsche ich von Herzen - verbunden mit meinem Segen - den Mut, den Verlust von Bekanntem zu benennen, die Zuversicht auf eine erfüllte Zukunft und die Chance, die neuen Möglichkeiten von Kirche und Gesellschaft wahrzunehmen, daran zu wachsen und daran mitzubauen. Verbunden im Glauben an die Auferstehung behüte und segne Gott Sie und alle, die Ihnen nahestehen!

Ihr
Wilhelm Krautwaschl, Diözesanbischof

Auferstanden

AUFERSTANDEN

Aus dem Grab sinnloses SCHEITERN
Aus dem Dunkel enttäuschter HOFFNUNG
Aus dem Meer umsonst VERGOSSENER TRÄNEN
Aus der Tiefe ewiger TODESANGST

TRITT DU ANS LICHT

Als sinnerfüllende BEGLÜCKUNG
Als lichtvoll erfüllte HOFFNUNG
Als unendlich gegebener TROST
Als ewig geschenkte LEBENSFREUDE

FÜHRE UNS IN DEIN LICHT
und
IN DEINE AUFERSTEHUNG

Im Schatten der Angst

Im Schatten der Angst
Der Hoffnung trauen
im Nicht-Mehr und Noch-Nicht
zwischen gestern und morgen
das Heute bejahen
machtlos zulassen
dass ich nicht leisten muss
was ich nicht leisten kann
aufhören mir zu beweisen
dass ich es doch könnte

Grenzen spüren
und ihnen erlauben zu sein
ahnen, dass die Zerrissenheit
mich öffnet für Neues
der Angst vor Schwäche und Versagen
offen ins Auge sehen
die verheißungsvolle Zukunft
nicht mit Befürchtungen erschlagen

Schritt für Schritt
suchen und suchen
und weitergehen
mich von Gottes Zumutung
wandeln lassen
wachsen sein für Gottes alltägliches
Ich-bin-da-für-dich
Im Schatten der Angst
der Hoffnung trauen
und mich Tag für Tag entscheiden
fürs Leben

(Almut Haneberg)

Osterwunsch

Ich wünsche Dir Oasen der Gnade
zwischen den Unbarmherzigkeiten.

Ich wünsche Dir eine Hoffnung mit
festem Schuhwerk und unbestechlichen Augen.

Ich wünsche Dir auf dem Weg durch Dein Scheitern
Geduld und den österlichen Segen,
damit Verzweiflung zum Glauben reift.

Der Auferstandene segne Dich mit Hoffnung,
damit Dein Leben Dein Weg wird.

Der Dich Begleitende
sei in Deinen Träumen und Sehnsüchten,
damit du daraus leben kannst.

Der Dich meinende lege Geborgenheit und Wärme in Deine Angst,
damit Deine Geduld reifen kann.

Gedächtnis des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Christi

Die Woche vor Ostern ist in allen christlichen Konfessionen dem Gedächtnis des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Christi gewidmet. Sie ist die Kernzeit der österlichen Passionszeit und für Christen und Christinnen die wichtigste Woche des Kirchenjahres.

Abendmahl. Kreuzestod und Auferstehung

„Kar“ stammt vom althochdeutschen Wort „chara“ oder „kara“ und bedeutet klagen, trauern. Schon aus dieser Übersetzung wird die Bedeutung dieser Woche verständlich. Abendmahl, Kreuzestod und Auferstehung Jesu gehören zusammen.

Bis zum 4. Jahrhundert feierte man in der Osternacht alle drei Ereignisse an einem einzigen Tag. Heute feiern wir die „drei österlichen Tage vom Leiden, Tod und Auferstehung des Herrn“.

AUFERSTEHUNGSFEST

Ein neuer Morgen ist uns verheißen
in dem die Nacht
der Verunsicherung und der Zweifel
erhellt wird durch unerwartete Lichtblicke

Eine neue Lebensqualität ist uns zugesagt
im alltäglichen Annehmen
der durch-kreuzten Hoffnungen
die uns daran erinnern
dass Leben immer auch verletzlich bleibt

Eine neue Solidarität ist uns versprochen
weil unsere verschlossenen Herzenstüren
von innen geöffnet werden
mit dem Segenswunsch:
FRIEDE SEI MIT EUCH

Ein neues Glück ereignet sich in uns
im Hinabsteigen in den Grund unserer Ängste
damit sie verwandelt werden
und unsere Schwächen zu Stärken werden

Ein Auferstehungsfest feiern wir:
wir stehen auf für den Frieden
halten einander die Hände
lassen uns durch dich
zum Tanz der Hoffnung bewegen.
(Pierre Stutz)

Osterwunsch

Ich wünsche uns Osteraugen,
die im Tod bis zum Leben,
in der Schuld bis zur Vergebung,
in der Trennung bis zur Einheit,
in den Wunden bis zur Herrlichkeit,
im Menschen bis zu Gott,
in Gott bis zum Menschen,
im Ich bis zum Du
zu sehen vermögen.
Und dazu alle österliche Kraft!

(Bischof Klaus Hemmerle)