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Franz von Assisi gehört zu jenen Gestalten der Kirchengeschichte, deren Faszination weit über die Grenzen des Christentums hinausreicht. Er steht für einen Glauben, der nicht in Abgrenzung, sondern in Begegnung Gestalt gewinnt.
Gerade in einer Zeit, die von gesellschaftlichen Polarisierungen, ökologischen Krisen und der Suche nach neuen Formen des Zusammenlebens geprägt ist, eröffnet Franziskus überraschend aktuelle Perspektiven. Seine Spiritualität verbindet Kontemplation und gesellschaftliche Verantwortung, Einfachheit und Weltzugewandtheit, Demut und den Mut zu radikalen Veränderungen. Sein Leben inspiriert, Beziehungen neu zu denken – als Orte der Würde, der Versöhnung und der Hoffnung.
Diese universale Offenheit bildet auch den Ausgangspunkt des Symposiums. Der Eröffnungsvortrag von Hans Joas behandelt die Grundlagen eines Universalismus, der alle Menschen als Teil einer gemeinsamen Menschheit in den Blick nimmt. Die Vorträge, Workshops und Diskussionen fragen danach, welche Anregungen das franziskanische Erbe für die Herausforderungen der Gegenwart bereithält – von der Sorge um die Schöpfung über soziale Gerechtigkeit bis hin zur Ökumene, dem Dialog der Religionen und einem weltumspannenden friedlichen Zusammenleben.
Das Symposium anlässlich des 800. Todestages des Heiligen lädt dazu ein, Franz von Assisi und seine Impulse für Gegenwart und Zukunft neu zu entdecken.
Donnerstag, 8. Oktober, 18.30 Uhr
Hans Joas | Universalismus. Weltherrschaft und Menschheitsethos
Eröffnungsvortrag und Diskussion
Begrüßung: Katharina Pyschny, Graz, und P. Andreas Holl OFM, Graz
Moderation: Alois Kölbl, Graz
Meerscheinschlössl, Mozartgasse 3
Freitag,9.Oktober, 9.00 Uhr
Franziskussaal, Franziskanerplatz 14, 1. Stock
Begrüßung
P. Andreas Holl OFM, Graz
Katharina Pyschny, Graz
Hinführung zum Thema / Vorstellung des Tagesprogramms:
P. Willibald Hopfgartner OFM, Graz
Moderation des Tages:
Nina Kogelnik und Jan Mooswalder
9:20 Uhr Vorträge
Sr. Anna Elisabeth Rifeser OSF, Innsbruck
Die verborgene Süßigkeit. Franz von Assisi und seine Begegnungserfahrungen aus
kirchenhistorischer und resonanztheoretischer Sicht
Martin Lintner, Brixen
Franziskus und das Fehlen der Tiere im Sonnengesang
Zeit für Begegnungen – Pause: 10.30 – 11.00 Uhr
11:00 Uhr Workshops | Parallel
Roman Werner, Graz | Franziskus und die Mitwelt
Michaela Sohn-Kronthaler, Graz | Franziskus und die Frauen
P. Willibald Hopfgartner OFM, Graz |Der Sonnengesang als Sprachereignis
Zeit für Begegnungen – Mittagspause 12.15 – 14.00 Uhr
14:00 Uhr Vorträge
Wolfgang Palaver, Innsbruck
Mit Franziskus auf die Apokalypse unserer Zeit schauen
Bernd Hillebrand, Graz
Paradoxe Armut. Franziskanische Geschwisterlichkeit als Impuls für soziale Verbundenheit
Zeit für Begegnungen – Pause: 15.15 – 15.45 Uhr
15:45 Workshops | Parallel
Armin Kohnle, Leipzig
Franziskus in der Wahrnehmung Luthers und der Reformation
Monika Prettenthaler, Graz
Franziskus und die Schöpfung. Was wir heute in der Schule davon lernen können
Br. Beda Buchinger OFM, Salzburg
Zurück ins Leben finden. Erfahrungen an der Klosterpforte
Zeit für Begegnungen – Pause: 17.00 – 17.15 Uhr
17:15 Uhr | Musikvortrag
Harald Haslmayr, Graz
„Bruder Sonne, Schwester Mond...”
Der hl. Franziskus als Inspirationsquelle für die Musik
18.15 Uhr Abschluss und Zeit für Begegnungen – Agape
Veranstalter:
Franziskanerprovinz Austria zum Heiligen Leopold in Österreich und Südtirol
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Graz
Organisation: Thomas Gremsl, P. Andreas Holl, P. Willibald Hopfgartner,Siegfried Kager, Alois Kölbl, Katharina Pyschny, Michaela Sohn-Kronthaler, Roman Werner
ANMELDUNG erbeten:
Wir bitten um Anmeldung an birgit.roth@uni-graz.at oder
unter der Tel.-Nr.: 0316 380 3150 bis spätestens 30.9.2026
Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos; wegen der besseren Planbarkeit bitten wir um Ihre Voranmeldung. Wir freuen uns auf eine interessante Veranstaltung!
Nächtigungsmöglichkeiten:
www.graztourismus.at
Kontakt und Anreise
Franziskanerkloster Graz siehe hier