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Home  >  Kloster  >  Chronik Konvent in Graz
  • ~ 1230 die ersten Brüder des franziskanischen Ordens dürften vom Babenberger Herzog Leopold VI. oder seinem Sohn Friedrich II. nach Graz geholt worden sein.
  • 1239 erste urkundliche Erwähnung von franziskanischen ‚Minderbrüdern’ in Graz, die sich bei der schon um 1200 erwähnten Kapelle „St.Jakob im Walde“ niedergelassen und dort mit dem Klosterbau begonnen hatten.
  • 1241 findet bereits das erste Kapitel der Minderbrüder der Österreichischen Provinz in diesem Grazer Kloster statt.
  • 1256/1257 Der Bau der Kirche (heute: Langhaus) „Assumptio Beatae Mariae Virginae“ ist zumindest im vollen Gange. (>Freskenrest im Dachgeschoss: tubablasender Engel )
  • 1265 wird die Kirche urkundlich erwähnt! - Die Vollendung ist spätestens 1277/78 anzunehmen.
  • 1319 benutzte König Friedrich der Schöne das Refektorium des Klosters als Repräsentationsraum für den Empfang einer italienischen Gesandtschaft.
  • 1327 lässt König Friedrich der Schöne seinen jung verstorbenen Bruder Herzog Heinrich den Sanftmütigen im Kloster der Minderbrüder feierlich beisetzen.
  • 1330 dürfte der Zubau eines erhöhten Langchores mit oktogonalem Glockentürmchen ans Langhaus gegen Osten vollendet gewesen sein. Zur gleichen Zeit wurde auch der erhöhte Chorraum an die Jakobikapelle angebaut (der auch als fürstliche Begräbnisstätte entstanden sein könnte).
  • ~1463 kamen die ersten Observanten-Brüder aus dem ersten steirischen Reform-Kloster in Judenburg (gegründet von Johannes v. Kapistran OFM obs.; +1456) nach Graz und durften sich bei der Kapelle St. Leonhard am Ragnitzbach niederlassen.
  • 1478 erhielten die Observanten von Kaiser Friedrich III. einen Bauplatz für ein Kloster innerhalb der Stadtmauern am Tummelplatz, da sie zuvor ständig durch Einfälle von türkischen und ungarischen Horden bedroht waren. Das kaum vollendete neue „Leonardi-Kloster“ sollten sie jedoch bald den ebenfalls in die Stadt geflüchteten Dominikanerinnen überlassen.
  • 1515 mussten die Minderbrüder, welche sich nicht der strengen Reform unterwerfen wollten (= Konventualen; später Minoriten genannt) auf Befehl Kaiser Maximilians I. (unterstützt durch eine päpstliche Bulle von Leo X.) aus dem ‚Murkloster’ ausziehen und den reformierten, den Observanten (später einfach Franziskaner genannt) Platz machen.
  • {Schließlich haben sich die Konventualen in der ‚Mur-Vorstadt’ (d.h. am rechten Murufer) niedergelassen und mit Hilfe der Eggenberger das Minoritenkloster erbaut.}
  • 1515/1517 Die Observanten (=Franziskaner) begannen sogleich mit dem Einbau eines von 8 Pfeilern getragenen spätgotischen Netzrippen-Gewölbes im Langhaus (statt der ursprünglichen Flachdecke), welches 1519 vollendet war.
  • Weiters bauten sie im Kloster an der inneren Stadtmauer ein neues und größeres Refektorium (> der heutige ‚Kultursaal’).
  • 1627 Ausbau einer neuen Sakristei.
  • zw.1629 u.1641 Errichtung eines offenen Renaissance-Arkadenganges über dem Kreuzgang (bald danach zugemauert und mit Fenstern versehen)
  • 1636-1643 Erbauung eines quadratisch angelegten Wehrturmes an der Westfassade des Langhauses, der auf Wunsch der Bürgerschaft durch einen oktogonalen Glockenturm mit Turmhelm aufgestockt wurde.
  • 1648 Anbau der Antonius-Kapelle an das Langhaus gegen Süden, die 1723 teilweise abgebrochen und durch die Brüder Carlone vergrößert wurde.
  • 1783 Die Klosterkirche Mariae Himmelfahrt wird angesichts der josephinischen Reformen zur Pfarrkirche erhoben, (um das Kloster vor der drohenden Aufhebung zu bewahren.)
  • 1861 Beginn der historisierenden Rückführung der Kirchenarchitektur auf den Zustand der Gotik mit Hinzufügung neogotischer Einrichtung.
  • 1888 Einbau der sogenannten ‚Lourdes-Grotte’ im Langhaus hinten.
  • 1893/94 Turmrenovierung (> neues Portal) und ‚Regotisierung’ der Jakobi-Kapelle
  • 1945 Bombentreffer zerstört nördliche Hälfte des Hochchores (19. Februar)
  • 1946-56 Wiederaufbau und Neueinrichtung des Hochchores (Presbyteriums)
  • 2002 modernes Oratorium (1.St.) vom Architekten DI Lingenhöhle entworfen
  • 2005/06 bauliche Veränderungen im Westflügel des Klosters (1.Stock) zur Einrichtung eines ‚interdisziplinären Kultur- und Forschungszentrums’ (mit mediengerechtem Mehrzwecksaal/Pfarrsaal)
  • 2009-12 bauliche Veränderungen im Klosterkomplex gemäß dem Masterplan zur Sanierung, optimalen Nutzung und möglichst autarken Energieversorgung.